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Thailand Bilder Wörterbuch deutsch thai englisch für Thais und F
ArtNr.: 52563

 
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18.00 EUR
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Beschreibung:
Ideal für das Lernen mit dem Partner - ohne Wörterbuch und Grammatik. Mit lesbarer Aussprache-Lautschrift in allen drei Sprachen (auch deutsche Aussprache in Thai!).

100 Seiten

Ein Dauerbrenner seit ca. 10 Jahren - simpel gestrickt aus der Familienpraxis.

Eine ”starke“ und interessante Sprache

Thailändische Schüler lernen, daß ihre Schrift 1283 von einem gewissen König Ram¬khamhäng "dem Großen“ höchstpersönlich eingeführt worden sei. Sprachwissenschaftler sind dagegen überwiegend der Ansicht, daß die winzige sprachkundige thailändische Elite "ihre“ Schrift bei der Niederschlagung der kulturell höherstehenden Mon- und Khmer-Kulturen ab dem 14. Jahrhundert von diesen übernommen und ihren Bedürfnißen angepaßt hat. Die Wahrscheinlichkeit, daß die Wissenschaftler mit ihrer Ansicht richtig liegen, ist schon deshalb recht hoch, weil die historische Existenz eines Königs Ramkhamhäng an sich zweifelhaft ist.

Die Ähnlichkeiten der thailändischen Lettern vor allem mit den kambodschanischen Schriftzeichen (die ihrerseits wie die Mon-Schrift indische Vorbilder hatte) sind enorm. Thais und Kambodschaner teilen sich ein Drittel ihres Wortschatzes; daneben wurden viele Thai-Begriffe von den Mon, aus chinesischen Sprachen (zum Beispiel alle Zahlwörter außer der eins: man könnte fast glauben, Thais hätten schon immer rechnen lassen...), aber auch von Persern, Portugiesen und Engländern übernommen.

Soweit es die Hochsprache betrifft, fallen aber vor allem die sehr zahlreichen, aus Sanskrit (สันสกฤต san? sa gr์t) und vor allem Pali (บาลี ba: li:) übernommen Begriffe auf. Pali ist eine aus dem Sanskrit abgeleitete indische religiöse Literatursprache, die man auch in Kambodscha verwendete, als die Thais dort einfielen und die Kultur von Angkor zerstörten bzw. nach Thai-Lesart übernahmen“. Alle offiziellen thailändischen religiösen Texte sind auf Pali verfaßt – geschrieben mit Hilfe des Thai-Alphabets.

Vieles wurde übernommen

Trotz der vielen vor allem indischen (also indoeuropäischen und uns oft eigentümlich vertrauten) Lehnwörter ist Thai aber eine lupenreine Silbensprache geblieben. Selbst die gewaltigsten ausländischen Wortungetüme werden gnadenlos in ihre Silben zerhackt und diese folgen dann wiederum ausnahmslos den Thai-Sprachregeln: Den Maha­radscha ("großer König“) stutzt man zum มหาราช ma ha:? ra:t zurecht; motorcycle (engl. Motorrad“) wird มอเตอร์ไซค์ moh: dtö: sai; Schi bzw Ski heißt สกี sa gi: und das Sanskrit-Wort "Suvarnabhumi“ (="goldenes Land“, "goldene Welt“); damit bezeichnete man im alten Indien das Mon-Reich mit Zentrum Pegu im heutigen Birma) entpuppt sich in Thailand als fast noch ehrfurchtheischender klingendes สุวรรณภูมิ su wan na pu:m.

Diese Silbensprache wird allerdings nur in wenigen Wörter- und Sprachlehrbüchern konsequent wiedergegeben. Vor allem leider auch nicht im Rohrer, dem mit weiten Abstand besten unter den mittelmäßigen bis katastrophalen thai-deutschen Wörterbüchern. Das erschwert die ohnehin nicht einfache Aussprache noch zusätzlich: Der Silbencharakter wird dort bei der Übertragung in Lautschrift regelmäßig nicht deutlich; logischer­weise werden deshalb auch von erfahrenen Wörterbuchnutzern viele, ja in der Regel leider die meisten Begriffe schon deshalb falsch betont.

Die Grammatik ist kinderleicht

Das Thai kennt nur wenige gram­mati­sche Regeln, z.B.

• keine Beugung, keine Artikel

• einfache Wortstellung: Subjekt, Prädikat, Objekt.

Nach eingehendem Studium dieses Bildwörterbuchs sollten Sie in der Lage sein, einfache Sätze zu bilden, die zumindest grammatikalisch korrekt sind. (Umgekehrt ist dies einem Thai in bezug auf das Deutsche nur schwer möglich.)

Das Fehlen der Mehrzahl (gebildet durch Beifügungen) und der Beugungen vereinfacht das Lernen. Die Bestimmungswörter muß man aber wissen: man be­stellt Bier, zwei Flaschen (เบียร์สองขวด bia soh:ng? kuat) oder Zeitungen, drei Ausgaben (หนังสือพิมพ์สามฉบับ nang? sö:? pim sa:m? tscha bap). Bestimmungswörter (Klassifikatoren) wie "Flaschen“ und "Ausgaben“ sind im Sprachgebrauch äußerst wichtig.

Fast eine Bilderschrift

Diese ständig wiederkehrenden Wörter sind auch wichtig beim Entziffern. Denn Thai wird zwar von links nach rechts mit Buchstaben geschrieben, alle Wörter hinter­ein­ander (=wirgehenzusammenessen), ohne Punkte und Kommas, aber mit Zwischenräumen nach ganzen Sätzen. Als Silbensprache wird es aber dennoch zum Teil wie eine Bilderschrift gelesen. Thais entziffern nicht Buchstaben für Buchstaben, wie wir es tun, wenn wir ihre Schrift lernen. Klassifikatoren sind wie Tonzeichen und charakteristische Vokalfolgen sehr an der Bildung unverwechselbarer Wortbilder beteiligt. Wortbilder, wie sie früher für den geübten Leser auch bei uns in den Frakturschriften viel deutlicher auftraten, erleichtern dem Auge das Erfassen:

โรงเรียน ro:ng rian (Schule)

โรงแรม ro:ng rae:m (Hotel)

โรงพยาบาล ro:ng pa ja: ba:n (Krankenhaus)

โรงไฟฟ้า ro:ng fai fแ: (Elektrizitätswerk)

Der Leser nimmt den Klassifikator (โรง ro:ng = Gebäude) eigentlich gar nicht bewußt auf, sondern erfaßt gleich die entscheidende Silbe.

Adjektive stehen hinter dem Substantiv (sonst haben sie eine andere Bedeutung). Vergangenheit und Zukunft werden durch Wörter verdeutlicht, Fragesätze ebenso wie Aussagesätze mit einem Zusatzwort.

Alphabetische Besonderheiten

Konsonanten und Vokale werden getrennt behandelt. Darum besteht das Thai-"Alphabet“ nur aus Konsonanten, während die Vokale, die nie alleine stehen können, eine eigene Reihe bilden (siehe Innenumschlagsseiten). Die Schrift enthält 44 Konsonanten (davon zwei, ฃ und ฅ, nicht mehr gebräuchliche), die ins­gesamt aber nur für 21 Laute am Silbenanfang und gar nur für sechs (nämlich k, ng, t, n, p und m, den sogenannten "Stops“ bzw. Verschlußlauten) am Silbenende stehen. Für Thais sind es übrigens acht (Konsonanten-) Laute, die am Silbenende stehen können. Zu den genannten sechs kommen nämlich noch ย und ว hinzu. Nach der Lesart für ausländische Sprachstudenten handelt es sich hierbei jedoch immer um Teile von Vokalverbindungen wie -าย -a:i oder เ-ียว -iao.

Im eigendlichen Thai kommen grundsätzlich nur solche Wortendungen vor, soweit es die Konsonanten betrifft. Und in den aus anderen Sprachen übernommenen Lehnwörtern wird dann aus einem "s“ oder einem "tsch“ am Wortende immer ein "t“; aus "j“, "l“ und "r“ wird immer "n“, falls die erstgenannten Buchstaben nicht ohnehin schon bei der Umwandlung in die Silbensprache Thai schlicht untergegangen sind, was häufig vorkommt.

Die Thais haben dafür sogar ein weltweit einmaliges Hilfszeichen, das umgangssprachlich den anschaulichen Namen ไม้ทัฌฑฆาต mแi tan ta ka:t ("Totschlagholz“) trägt. Dieser Prügel sieht so aus: ์ und kommt immer dort vor, wo ursprünglich mal etwas für Ausländer Wichtiges stand, das man aber in Thailand nicht benötigt.

Thais, die nicht sehr routiniert in Fremdsprachen sind, werden Fremdwörter zwangsläufig immer so sprechen:

Royal Hotel: รอยัน โฮเต็ล roh: jan ho: dten

Passport: พาสสปอร์ต pa:t sa bpoh:t

The Mall: เดอะมอล์ล dö moh:n

Aus dem gleichen Grund sprechen Thais zum Beispiel das englische Wort school ("Schule“) immer sa gu:n aus usw. usf. Eine andere Aussprache ist nach den Sprachregeln unmöglich, und wenn Sie jetzt schmunzeln, so beachten Sie, daß das, was Sie beim Radebrechen mit dieser Kultursprache anstellen, garantiert für Thais noch viel erheiternder klingt.

Thai ist eine Silbensprache

Alle Silben, so sie nicht "offen“ sind, also in einen langen Vokal oder einen Mehrlaut (z.B. -üa, -ao, -iao) ausklingen, enden im Thailändischen grundsätzlich auf einen der bereits genannten sechs Konsonantenlaute bzw. klingen mit kurzen Vokalen aus, die wir hier, obwohl es als Verallgemeinerung fachlich nicht ganz korrekt ist, der Anschaulichkeit halber grundsätzlich als "Stops“ (-;) definieren.

Die Verschlußlaute k, t und p werden nicht ausgehaucht. Sie sind fast stumm, was für Deutschsprachige sehr gewöhnungsbedürftig ist. Kleine Hilfe: In thailändischen Lehrbüchern heißen diese Laute แม่กก mae: gok, แม่กบ mae: gop und แม่กด mae: got. Die Endungen entsprechen also eigentlich nicht unseren k, t und p, sondern unseren (deutschen) g, d und b. Man muß in Wirklichkeit mae: gog, mae: gob und mae: god sprechen – und, wie gesagt, das Ende dabei fast nicht hören lassen.

Das Thailändische hat vier den Konsonanten gleichgestellte Sonderzeichen, von denen ฤ -rü-, ri-, roe- (offi­ziell: roh: rü) noch relativ häufig und ฤๅ rü: (roh: rü:)noch sehr selten verwendet wird. ฦ (loh: lü) und ฦๅ (loh: lü:) müßen Sie erst erkennen, wenn Sie anfangen, thailändische Klassiker wie etwa Sunthon Phu im Original zu lesen.

Die Konsonanten sind in drei Kategorien eingeteilt, die die Tonregeln be­stimmen: Neun gehören zur mittleren, elf zur hohen und 24 zur tiefen Gruppe. Konsonanten der mittleren Gruppe können alle fünf Töne bilden, die anderen beiden nur drei.

Unterschiede zum Deutschen

(Vokalschreibung siehe hintere Umschlagsseite innen.)

Das "e" wird in Thailand nicht so artikuliert gesprochen wie das deutsche "e". Es klingt eher wie ein nicht gany korrekt gesprochenes "ä".(Thais haben meist Schwierigkeiten, diesen Buchstaben im Deutschen richtig zu treffen.)

Bei "u" und "ü" sollte man die Zähne nicht zu weit auseinandernehmen - für den Anfang am besten sogar leichten Zahnkontakt beim Sprechen behalten.Wichtig: der Mund wird nicht gespitzt.

Auch beim "ö" den Mund nicht spitzen und die Zunge etwas tiefer. Der Laut ist "offener“ als im Deutschen.

Da Thais nie mit gespitzem Mund sprechen, ist auch das normale "o“ nicht so artikuliert wie im Deutschen.

Vokalverbindungen werden ineinander übergehend gesprochen, y.B. "ua", "ia", "üa". Der Diphtong (Zweilaut) "ao“ entspricht genau dem deutschen "au“; auch das "ai“ spricht man genau wie wie im Deutschen aus.

Vorsicht: Auch als "kurz“ definierte Vokale werden gelegentlich entgegen den Regeln lang gesprochen.

Stellen Sie sich vor, Sie würden breitlächeln, wenn Sie thailändische Vokale in den Mund nehmen. Dann ist die Mundform ganz automatisch richtig.

Der Konsonant ว entspricht einem breiten "w“ und wird nie wie unser "v“ ausgesprochen. Auch wenn ว, vor allem in Namen, oft als "v" übertragen wird, merken Sie sich: Es gibt kein "v" im Thailändischen. Die Sukhumvit Straße, benannt nach dem Lieblingsstraßenbauer des rechtsnationalen Diktators Plaek Phibunsongkhram der 1930er und 1940er Jahre, spricht man so aus: สุขุมวิท su kum? wit.

Lange und kurze Vokale

32 Vokalklänge lernen thailändische Kinder in der Schule auswendig. Sie werden so auf die Tafel geschrieben:

ะ า ิ ี ึ ื ุ ู เ-ะ เ แ-ะ แ โ-ะ ...

und so gesprochen:

สระอะ สระอา สระอิ สระอี สระอึ สระอือ usw. (สระ sa ra heißt "Vokal".) Selbst ein Sprachneuling merkt sofort, wieviel Wert auf die korrekte Aussprache der langen und kurzen Vokale gelegt wird.

Einschließlich aller möglichen Schreibweisen der Zwie- und Dreilaute existieren in Thailand allerdings um die 60 verschieden geschriebene Vokale, wobei drei – und zwar die häufigsten – überhaupt nicht geschrieben werden, sondern sich aus dem jeweiligen Zusammenhang von selbst verstehen. In diesem Bildwörterbuch wurde ab der 3. Auflage (2008) auf die korrekte Darstellung der Silben mit ihren Vokallauten besonderer Wert gelegt. Die Kürze oder Länge des Vokallauts ist genau bezeichnet:

a lang: -a:- -a: (z.B. การ ga:n, ห้า ha:)

a kurz: -a- (z.B. สัตว์ sat)

a "gestoppt“: -a (z.B. ประ bpra)

Vokal-"Stops", also kurze Vokale am Silbenende (=Verschlußlaute), werden in guten Lehrbüchern mit umgekehrten Fragezeichen gekennzeichnet, z. B. วิทยุ wํt ta ju (Radio), was wir hier auch tun. Dieses kleine Hilfszeichen erleichtert sehr eine automatisch korrektere Aussprache.

Die richtige Aussprache von langen und kurzen bzw. "gestoppten" Vokalen ist für Thais, die verstehen wollen, von was Sie reden, erheblich wichtiger als ihre korrekte Unterscheidung der Töne!

Einen Vorteil haben Sie als deutschsprachiger "Thai-Student": Unsere geschriebenen Vokallaute einschließlich der Umlaute (ä, ö, ü) und Zwielaute (z. B. au, äu usw.) erlauben es im Gegensatz zu vielen anderen Sprachen, fast alle Thai-Vokale einschließlich der Zwie- und Dreilaute so darzustellen, daß sie, "deutsch“ ausgesprochen, auch Thais meist gut verstehen, selbst wenn unsere Vokale gelegentlich nicht ganz genau mit den ihren übereinstimmen.

Aus praktischen Gründen übernehmen wir bei der Darstellung der Vokale weitgehend die Darstellung im leider maßgebenden Wörterbuch von Rohrer, obwohl man zum Beispiel für den thailändischen Vokal เ-า, also -ao, auch gut das korrekt entsprechende deutsche -au setzen könnte. Eine Ausnahme machten wir jedoch bei den Umlauten, da es ja wohl unsinnig ist, etwa für "ö“ oder "ü“ umständlich ein leicht mißverständliches neues Zeichen zu erfinden, wenn doch vorhandene Schriftzeichen schon ausreichen. Wissenschaftliche Größen und Buchautoren wie James K. Wyatt oder Barend Jan Terwiel, die gewiß besser Thai können als wir, haben es vorgemacht und verwendeten die international bekannten Ligaturen. Warum kompliziert, wenn es doch auch einfach geht? Abweichend von Rohrer ist bei uns auch der Dreilaut เ-ียว -iao (korrekt) definiert, der dort durchgehend (falsch) als Zwielaut -io übersetzt wird.

Beispiel: ไปเที่ยว ("ausgehen“) spricht man bpai t๎ao. Man könnte diesen Begriff, wenn man von Thais verstanden werden will, für deutschsprechende Wörterbuchnutzer ohne Vorkenntnisse selbstverständlich auch bpai t๎au schreiben und auch danach korrekt sprechen, aber ganz gewiß nicht nach dem, was bei Rohrer steht: pai th๎o.

Das offene "o“ stellen wir aus rechnischen Gründen so dar: -oh-. Also ein "o“ mit einem fetten "h“ dahinter. In echter Lautschrift sähe ein offenes "o“ wie ein umgedrehtes "c“ aus; also so, wie wir es auf der Titelseite dieses Wörterbuchs mal versuchsweise "gebastelt" haben.

Eine ”starke“ und interessante Sprache

Thailändische Schüler lernen, daß ihre Schrift 1283 von einem gewissen König Ram¬khamhäng "dem Großen“ höchstpersönlich eingeführt worden sei. Sprachwissenschaftler sind dagegen überwiegend der Ansicht, daß die winzige sprachkundige thailändische Elite "ihre“ Schrift bei der Niederschlagung der kulturell höherstehenden Mon- und Khmer-Kulturen ab dem 14. Jahrhundert von diesen übernommen und ihren Bedürfnißen angepaßt hat. Die Wahrscheinlichkeit, daß die Wissenschaftler mit ihrer Ansicht richtig liegen, ist schon deshalb recht hoch, weil die historische Existenz eines Königs Ramkhamhäng an sich zweifelhaft ist.

Die Ähnlichkeiten der thailändischen Lettern vor allem mit den kambodschanischen Schriftzeichen (die ihrerseits wie die Mon-Schrift indische Vorbilder hatte) sind enorm. Thais und Kambodschaner teilen sich ein Drittel ihres Wortschatzes; daneben wurden viele Thai-Begriffe von den Mon, aus chinesischen Sprachen (zum Beispiel alle Zahlwörter außer der eins: man könnte fast glauben, Thais hätten schon immer rechnen lassen...), aber auch von Persern, Portugiesen und Engländern übernommen.

Soweit es die Hochsprache betrifft, fallen aber vor allem die sehr zahlreichen, aus Sanskrit (สันสกฤต san? sa gr์t) und vor allem Pali (บาลี ba: li:) übernommen Begriffe auf. Pali ist eine aus dem Sanskrit abgeleitete indische religiöse Literatursprache, die man auch in Kambodscha verwendete, als die Thais dort einfielen und die Kultur von Angkor zerstörten bzw. nach Thai-Lesart übernahmen“. Alle offiziellen thailändischen religiösen Texte sind auf Pali verfaßt – geschrieben mit Hilfe des Thai-Alphabets.

Vieles wurde übernommen

Trotz der vielen vor allem indischen (also indoeuropäischen und uns oft eigentümlich vertrauten) Lehnwörter ist Thai aber eine lupenreine Silbensprache geblieben. Selbst die gewaltigsten ausländischen Wortungetüme werden gnadenlos in ihre Silben zerhackt und diese folgen dann wiederum ausnahmslos den Thai-Sprachregeln: Den Maha­radscha ("großer König“) stutzt man zum มหาราช ma ha:? ra:t zurecht; motorcycle (engl. Motorrad“) wird มอเตอร์ไซค์ moh: dtö: sai; Schi bzw Ski heißt สกี sa gi: und das Sanskrit-Wort "Suvarnabhumi“ (="goldenes Land“, "goldene Welt“); damit bezeichnete man im alten Indien das Mon-Reich mit Zentrum Pegu im heutigen Birma) entpuppt sich in Thailand als fast noch ehrfurchtheischender klingendes สุวรรณภูมิ su wan na pu:m.

Diese Silbensprache wird allerdings nur in wenigen Wörter- und Sprachlehrbüchern konsequent wiedergegeben. Vor allem leider auch nicht im Rohrer, dem mit weiten Abstand besten unter den mittelmäßigen bis katastrophalen thai-deutschen Wörterbüchern. Das erschwert die ohnehin nicht einfache Aussprache noch zusätzlich: Der Silbencharakter wird dort bei der Übertragung in Lautschrift regelmäßig nicht deutlich; logischer­weise werden deshalb auch von erfahrenen Wörterbuchnutzern viele, ja in der Regel leider die meisten Begriffe schon deshalb falsch betont.

Die Grammatik ist kinderleicht

Das Thai kennt nur wenige gram­mati­sche Regeln, z.B.

• keine Beugung, keine Artikel

• einfache Wortstellung: Subjekt, Prädikat, Objekt.

Nach eingehendem Studium dieses Bildwörterbuchs sollten Sie in der Lage sein, einfache Sätze zu bilden, die zumindest grammatikalisch korrekt sind. (Umgekehrt ist dies einem Thai in bezug auf das Deutsche nur schwer möglich.)

Das Fehlen der Mehrzahl (gebildet durch Beifügungen) und der Beugungen vereinfacht das Lernen. Die Bestimmungswörter muß man aber wissen: man be­stellt Bier, zwei Flaschen (เบียร์สองขวด bia soh:ng? kuat) oder Zeitungen, drei Ausgaben (หนังสือพิมพ์สามฉบับ nang? sö:? pim sa:m? tscha bap). Bestimmungswörter (Klassifikatoren) wie "Flaschen“ und "Ausgaben“ sind im Sprachgebrauch äußerst wichtig.

Fast eine Bilderschrift

Diese ständig wiederkehrenden Wörter sind auch wichtig beim Entziffern. Denn Thai wird zwar von links nach rechts mit Buchstaben geschrieben, alle Wörter hinter­ein­ander (=wirgehenzusammenessen), ohne Punkte und Kommas, aber mit Zwischenräumen nach ganzen Sätzen. Als Silbensprache wird es aber dennoch zum Teil wie eine Bilderschrift gelesen. Thais entziffern nicht Buchstaben für Buchstaben, wie wir es tun, wenn wir ihre Schrift lernen. Klassifikatoren sind wie Tonzeichen und charakteristische Vokalfolgen sehr an der Bildung unverwechselbarer Wortbilder beteiligt. Wortbilder, wie sie früher für den geübten Leser auch bei uns in den Frakturschriften viel deutlicher auftraten, erleichtern dem Auge das Erfassen:

โรงเรียน ro:ng rian (Schule)

โรงแรม ro:ng rae:m (Hotel)

โรงพยาบาล ro:ng pa ja: ba:n (Krankenhaus)

โรงไฟฟ้า ro:ng fai fแ: (Elektrizitätswerk)

Der Leser nimmt den Klassifikator (โรง ro:ng = Gebäude) eigentlich gar nicht bewußt auf, sondern erfaßt gleich die entscheidende Silbe.

Adjektive stehen hinter dem Substantiv (sonst haben sie eine andere Bedeutung). Vergangenheit und Zukunft werden durch Wörter verdeutlicht, Fragesätze ebenso wie Aussagesätze mit einem Zusatzwort.

Alphabetische Besonderheiten

Konsonanten und Vokale werden getrennt behandelt. Darum besteht das Thai-"Alphabet“ nur aus Konsonanten, während die Vokale, die nie alleine stehen können, eine eigene Reihe bilden (siehe Innenumschlagsseiten). Die Schrift enthält 44 Konsonanten (davon zwei, ฃ und ฅ, nicht mehr gebräuchliche), die ins­gesamt aber nur für 21 Laute am Silbenanfang und gar nur für sechs (nämlich k, ng, t, n, p und m, den sogenannten "Stops“ bzw. Verschlußlauten) am Silbenende stehen. Für Thais sind es übrigens acht (Konsonanten-) Laute, die am Silbenende stehen können. Zu den genannten sechs kommen nämlich noch ย und ว hinzu. Nach der Lesart für ausländische Sprachstudenten handelt es sich hierbei jedoch immer um Teile von Vokalverbindungen wie -าย -a:i oder เ-ียว -iao.

Im eigendlichen Thai kommen grundsätzlich nur solche Wortendungen vor, soweit es die Konsonanten betrifft. Und in den aus anderen Sprachen übernommenen Lehnwörtern wird dann aus einem "s“ oder einem "tsch“ am Wortende immer ein "t“; aus "j“, "l“ und "r“ wird immer "n“, falls die erstgenannten Buchstaben nicht ohnehin schon bei der Umwandlung in die Silbensprache Thai schlicht untergegangen sind, was häufig vorkommt.

Die Thais haben dafür sogar ein weltweit einmaliges Hilfszeichen, das umgangssprachlich den anschaulichen Namen ไม้ทัฌฑฆาต mแi tan ta ka:t ("Totschlagholz“) trägt. Dieser Prügel sieht so aus: ์ und kommt immer dort vor, wo ursprünglich mal etwas für Ausländer Wichtiges stand, das man aber in Thailand nicht benötigt.

Thais, die nicht sehr routiniert in Fremdsprachen sind, werden Fremdwörter zwangsläufig immer so sprechen:

Royal Hotel: รอยัน โฮเต็ล roh: jan ho: dten

Passport: พาสสปอร์ต pa:t sa bpoh:t

The Mall: เดอะมอล์ล dö moh:n

Aus dem gleichen Grund sprechen Thais zum Beispiel das englische Wort school ("Schule“) immer sa gu:n aus usw. usf. Eine andere Aussprache ist nach den Sprachregeln unmöglich, und wenn Sie jetzt schmunzeln, so beachten Sie, daß das, was Sie beim Radebrechen mit dieser Kultursprache anstellen, garantiert für Thais noch viel erheiternder klingt.

Thai ist eine Silbensprache

Alle Silben, so sie nicht "offen“ sind, also in einen langen Vokal oder einen Mehrlaut (z.B. -üa, -ao, -iao) ausklingen, enden im Thailändischen grundsätzlich auf einen der bereits genannten sechs Konsonantenlaute bzw. klingen mit kurzen Vokalen aus, die wir hier, obwohl es als Verallgemeinerung fachlich nicht ganz korrekt ist, der Anschaulichkeit halber grundsätzlich als "Stops“ (-;) definieren.

Die Verschlußlaute k, t und p werden nicht ausgehaucht. Sie sind fast stumm, was für Deutschsprachige sehr gewöhnungsbedürftig ist. Kleine Hilfe: In thailändischen Lehrbüchern heißen diese Laute แม่กก mae: gok, แม่กบ mae: gop und แม่กด mae: got. Die Endungen entsprechen also eigentlich nicht unseren k, t und p, sondern unseren (deutschen) g, d und b. Man muß in Wirklichkeit mae: gog, mae: gob und mae: god sprechen – und, wie gesagt, das Ende dabei fast nicht hören lassen.

Das Thailändische hat vier den Konsonanten gleichgestellte Sonderzeichen, von denen ฤ -rü-, ri-, roe- (offi­ziell: roh: rü) noch relativ häufig und ฤๅ rü: (roh: rü:)noch sehr selten verwendet wird. ฦ (loh: lü) und ฦๅ (loh: lü:) müßen Sie erst erkennen, wenn Sie anfangen, thailändische Klassiker wie etwa Sunthon Phu im Original zu lesen.

Die Konsonanten sind in drei Kategorien eingeteilt, die die Tonregeln be­stimmen: Neun gehören zur mittleren, elf zur hohen und 24 zur tiefen Gruppe. Konsonanten der mittleren Gruppe können alle fünf Töne bilden, die anderen beiden nur drei.

Unterschiede zum Deutschen

(Vokalschreibung siehe hintere Umschlagsseite innen.)

Das "e" wird in Thailand nicht so artikuliert gesprochen wie das deutsche "e". Es klingt eher wie ein nicht gany korrekt gesprochenes "ä".(Thais haben meist Schwierigkeiten, diesen Buchstaben im Deutschen richtig zu treffen.)

Bei "u" und "ü" sollte man die Zähne nicht zu weit auseinandernehmen - für den Anfang am besten sogar leichten Zahnkontakt beim Sprechen behalten.Wichtig: der Mund wird nicht gespitzt.

Auch beim "ö" den Mund nicht spitzen und die Zunge etwas tiefer. Der Laut ist "offener“ als im Deutschen.

Da Thais nie mit gespitzem Mund sprechen, ist auch das normale "o“ nicht so artikuliert wie im Deutschen.

Vokalverbindungen werden ineinander übergehend gesprochen, y.B. "ua", "ia", "üa". Der Diphtong (Zweilaut) "ao“ entspricht genau dem deutschen "au“; auch das "ai“ spricht man genau wie wie im Deutschen aus.

Vorsicht: Auch als "kurz“ definierte Vokale werden gelegentlich entgegen den Regeln lang gesprochen.

Stellen Sie sich vor, Sie würden breitlächeln, wenn Sie thailändische Vokale in den Mund nehmen. Dann ist die Mundform ganz automatisch richtig.

Der Konsonant ว entspricht einem breiten "w“ und wird nie wie unser "v“ ausgesprochen. Auch wenn ว, vor allem in Namen, oft als "v" übertragen wird, merken Sie sich: Es gibt kein "v" im Thailändischen. Die Sukhumvit Straße, benannt nach dem Lieblingsstraßenbauer des rechtsnationalen Diktators Plaek Phibunsongkhram der 1930er und 1940er Jahre, spricht man so aus: สุขุมวิท su kum? wit.

Lange und kurze Vokale

32 Vokalklänge lernen thailändische Kinder in der Schule auswendig. Sie werden so auf die Tafel geschrieben:

ะ า ิ ี ึ ื ุ ู เ-ะ เ แ-ะ แ โ-ะ ...

und so gesprochen:

สระอะ สระอา สระอิ สระอี สระอึ สระอือ

usw. (สระ sa ra heißt "Vokal".) Selbst ein Sprachneuling merkt sofort, wieviel Wert auf die korrekte Aussprache der langen und kurzen Vokale gelegt wird.

Einschließlich aller möglichen Schreibweisen der Zwie- und Dreilaute existieren in Thailand allerdings um die 60 verschieden geschriebene Vokale, wobei drei – und zwar die häufigsten – überhaupt nicht geschrieben werden, sondern sich aus dem jeweiligen Zusammenhang von selbst verstehen. In diesem Bildwörterbuch wurde ab der 3. Auflage (2008) auf die korrekte Darstellung der Silben mit ihren Vokallauten besonderer Wert gelegt. Die Kürze oder Länge des Vokallauts ist genau bezeichnet:

a lang: -a:- -a: (z.B. การ ga:n, ห้า ha:)

a kurz: -a- (z.B. สัตว์ sat)

a "gestoppt“: -a (z.B. ประ bpra)

Vokal-"Stops", also kurze Vokale am Silbenende (=Verschlußlaute), werden in guten Lehrbüchern mit umgekehrten Fragezeichen gekennzeichnet, z. B. วิทยุ wํt ta ju (Radio), was wir hier auch tun. Dieses kleine Hilfszeichen erleichtert sehr eine automatisch korrektere Aussprache.

Die richtige Aussprache von langen und kurzen bzw. "gestoppten" Vokalen ist für Thais, die verstehen wollen, von was Sie reden, erheblich wichtiger als ihre korrekte Unterscheidung der Töne!

Einen Vorteil haben Sie als deutschsprachiger "Thai-Student": Unsere geschriebenen Vokallaute einschließlich der Umlaute (ä, ö, ü) und Zwielaute (z. B. au, äu usw.) erlauben es im Gegensatz zu vielen anderen Sprachen, fast alle Thai-Vokale einschließlich der Zwie- und Dreilaute so darzustellen, daß sie, "deutsch“ ausgesprochen, auch Thais meist gut verstehen, selbst wenn unsere Vokale gelegentlich nicht ganz genau mit den ihren übereinstimmen.

Aus praktischen Gründen übernehmen wir bei der Darstellung der Vokale weitgehend die Darstellung im leider maßgebenden Wörterbuch von Rohrer, obwohl man zum Beispiel für den thailändischen Vokal เ-า, also -ao, auch gut das korrekt entsprechende deutsche -au setzen könnte. Eine Ausnahme machten wir jedoch bei den Umlauten, da es ja wohl unsinnig ist, etwa für "ö“ oder "ü“ umständlich ein leicht mißverständliches neues Zeichen zu erfinden, wenn doch vorhandene Schriftzeichen schon ausreichen. Wissenschaftliche Größen und Buchautoren wie James K. Wyatt oder Barend Jan Terwiel, die gewiß besser Thai können als wir, haben es vorgemacht und verwendeten die international bekannten Ligaturen. Warum kompliziert, wenn es doch auch einfach geht? Abweichend von Rohrer ist bei uns auch der Dreilaut เ-ียว -iao (korrekt) definiert, der dort durchgehend (falsch) als Zwielaut -io übersetzt wird.

Beispiel: ไปเที่ยว ("ausgehen“) spricht man bpai t๎ao. Man könnte diesen Begriff, wenn man von Thais verstanden werden will, für deutschsprechende Wörterbuchnutzer ohne Vorkenntnisse selbstverständlich auch bpai t๎au schreiben und auch danach korrekt sprechen, aber ganz gewiß nicht nach dem, was bei Rohrer steht: pai th๎o.

Das offene "o“ stellen wir aus rechnischen Gründen so dar: -oh-. Also ein "o“ mit einem fetten "h“ dahinter. In echter Lautschrift sähe ein offenes "o“ wie ein umgedrehtes "c“ aus; also so, wie wir es auf der Titelseite dieses Wörterbuchs mal versuchsweise "gebastelt" haben.


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06.11.2010  
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