
Die Thais stammen ursprünglich von chinesischen Einwanderen ab. Jahrhundertelange Konflikte und Kriege formten die heutigen Grenzen Thailands (thai=frei) welches vor 1939 noch Siam genannt wurde.
Das wichtigste im Leben der Thais ist der Sanuk (=Spass haben). Man arbeitet um zu Leben, Arbeit ist ein lästiges aber notwendiges Übel. Man liebt das gute und reichlich vorhandene Essen, die Geselligkeit und das Shoppen. Ausgedehnte Mittagsschläfe halten Körper und Seele zusammen. Ganz und garnicht mag man Probleme aller Art, das ist nicht Sanuk. Gibt es irgendwelche Schwierigkeiten so werden diese mit einem Lächeln und ohne lautstark zu werden ausgeräumt. Wegen diesem Lächeln wird Thailand auch das Land des Lächelns genannt. Nichtimmer ist dieses Lächeln so freundlich gemeint wie es aussieht. Der Thai ist einer der wenigen Menschen welcher dich anlächenln kann und gleichzeitig tiefste Abscheu für dich empfinden kann. Die Thais planen ihr Leben meist nicht langfristig. Heute ist heute und da muss gelebt werden und zwar möglichst gut. Die europäische Lebensplanung gibt es in Thailand nicht, da muss man zuviel denken und das ist eben auchnicht Sanuk. Desweiteren wird das Gehirn als Muskel gesehen und vom „zuviel denken“ bekommt man schliesslich Muskelkater. So versucht man jeden Tag mit möglichst geringem Einsatz von Mitteln das beste herauszuholen. Hat man gerade kein Geld so findet sich sicherlich jemand der einem was leiht. Unglaublich dass fast jeder Thai irgendeinem anderen was schuldet und anderstrum. Manchmal bekommt man verliehenes wieder zurück, manchmal auch nicht. Nachgefragt wird da nicht. So haben thailändische Banken aufgrund unglaublich hohen Ausfällen dementsprechend horrende Zinsen.
Wenn jemand aus welchen Gründen auch immer HEUTE viel Geld hat muss dies zwanghaft in Sanuk umgesetzt werden. Sparen ist in Thailand für die meisten ein Fremdwort.
So überlegen die Chinesen in Thailand wie sie aus 1000 Bath 2000 machen können, der Thai überlegt wie er sie am besten durchbringt. Kein Wunder dass die meisten grösseren Geschäfte und Industien in chinesischer Hand sind.
Irgendwie, für uns nicht erklärlich funktioniert das jeden Tag, jede Woche Monat und Jahr und man sieht den Thais ihre Zufriedenheit an.
Einen ganz hohen Stellenwert hat die Familie. Sie ist das wichtigste im Leben. Eltern und Grosselteren werden verehrt. Unvorstellbar wäre es ihnen zu wiedersprechen. Die jungen sorgen für die Alten, ein Rentensystem was zu 100 % funktioniert. Eine Art Altenheim oder ähnliches gibt es in Thailand nicht.
Verehrt, eher sogar vergöttert wird das thailändische Königshaus. Keine Wohnung oder Geschäft wo nicht davon ein Bild zu sehen ist. Auf jedem Geldschein und Münzstück ist der König abgebildet. Es ist wirklich unglaublich wie der König sich für die Armen und für die Probleme des Landes einsetzt. Im Vergleich zb zur englischen Idiotenmonarchie wo nur Skandale und Geld verprassen angesagt ist hat das thailändische Königshaus diesen Respekt und Anerkennung sich verdient. Unglaublich wie das Königshaus es verstand einer Kolonialisierung zu entgehen und einige Bürgerkriege zu entschärfen. Ebenso verstand er es bis heute die Moslems im südlichen Thailand an der Grenze zu Malaysia mit einer Teilautonomie zu bewegen sich nichtmehr weiter von Thailand lösen zu wollen. Nicht zu vergessen alle Staudämme und Programme zur Verbesserung der Infrastruktur im armen Nordosten (Isan) auf Geheiss des Königs umgesetzt wurden. Ebenso wichtig im Leben ist die Religion welche von jedem Thai aktiv praktiziert wird und dies egal ob Buddhisten, Christen, Moslems oder sonstige Religionen. Einzigartig ist dass diese Religionen aufgrund grenzenloser Toleranz friedlich miteinander umgehen.